{"id":4922,"date":"2024-05-21T10:55:22","date_gmt":"2024-05-21T08:55:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.adullam.ch\/magazin\/?p=4922"},"modified":"2025-11-04T14:36:15","modified_gmt":"2025-11-04T13:36:15","slug":"sexualitaet-und-demenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.adullam.ch\/magazin\/sexualitaet-und-demenz\/","title":{"rendered":"Sexualit\u00e4t und Demenz"},"content":{"rendered":"[et_pb_section fb_built=&#187;1&#8243; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][et_pb_row _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][et_pb_column type=&#187;4_4&#8243; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][et_pb_text admin_label=&#187;Teaser &#038; Einleitung&#187; module_class=&#187;lauftext textinitial&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;off|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Sexualit\u00e4t und Demenz: Ein sensibles Thema, das viele Fragen aufwirft. In diesem Artikel tauchen wir ein in die verschiedenen Facetten von Sexualit\u00e4t und Demenz und beleuchten, wie wichtig es ist, dieses oft vernachl\u00e4ssigte Thema sensibel, respektvoll und mit einem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die individuellen Bed\u00fcrfnisse zu behandeln.<\/h2>\n<p>Demenz ist eine Erkrankung, die nicht nur die kognitiven F\u00e4higkeiten beeintr\u00e4chtigt, sondern auch das gesamte Alltagsleben der Betroffenen und ihrer Angeh\u00f6rigen auf den Kopf stellt. Wenn Nervenzellen absterben und Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen sowie eine ver\u00e4nderte Wahrnehmung auftreten, wirkt sich dies im Besonderen auch auf das Verhalten aus. Das sexuelle Verhalten von Menschen mit Demenz stellt Partner:innen, Angeh\u00f6rige und Betreuungspersonal vor grosse Herausforderungen. Denn w\u00e4hrend das Gehirn als Kontrollzentrum f\u00fcr Gef\u00fchle und Verhalten fungiert, k\u00f6nnen bei einer Demenz genau diese Kontrollmechanismen versagen. Dies kann zu ungew\u00f6hnlichen und oft irritierenden Verhaltensweisen f\u00fchren.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#187;Die Lust verschwindet nicht&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Die Lust verschwindet nicht mit der Diagnose<\/h2>\n<p>Doch auch wenn viele F\u00e4higkeiten verloren gehen und die Pers\u00f6nlichkeit scheinbar ver\u00e4ndert erscheint, bleiben Menschen mit Demenz dennoch Frauen und M\u00e4nner mit individuellen Lebenswegen und sexuellen Erfahrungen und Bed\u00fcrfnissen. Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und das Bed\u00fcrfnis nach Intimit\u00e4t und Z\u00e4rtlichkeit verschwinden nicht mit einer Demenzdiagnose. Vielmehr entwickeln sich die Bed\u00fcrfnisse je nach Person, Demenzform und Krankheitsstadium unterschiedlich: Das sexuelle Verlangen kann schwinden, gleichbleiben oder sogar zunehmen. Im Verlauf der Demenz kann eine Enthemmung entstehen, die zu unangebrachtem Verhalten und Grenz\u00fcberschreitungen f\u00fchrt.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_blurb title=&#187;Was ist eine Demenz?&#187; use_icon=&#187;on&#187; font_icon=&#187;&#xf12a;||fa||900&#8243; image_icon_width=&#187;50px&#187; icon_alignment=&#187;left&#187; content_max_width=&#187;1100px&#187; admin_label=&#187;Infobox Demenz&#187; module_class=&#187;tippsbox&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; header_level=&#187;h2&#8243; header_font=&#187;||||||||&#187; body_font=&#187;Gupter||||||||&#187; body_font_size=&#187;24px&#187; background_color=&#187;gcid-6c3495d3-ec07-4663-b383-3af846586beb&#187; image_icon_custom_margin=&#187;|||10px|false|false&#187; custom_padding=&#187;15px|15px|15px|15px|true|true&#187; global_colors_info=&#187;{%22gcid-6c3495d3-ec07-4663-b383-3af846586beb%22:%91%22background_color%22%93}&#187;]Demenz ist ein Oberbegriff f\u00fcr mehr als 100 Erkrankungen, welche die Funktionen des Gehirns beeintr\u00e4chtigen. Besonders die geistigen, die sogenannten kognitiven F\u00e4higkeiten, wie das Denken, das Ged\u00e4chtnis, die Orientierung sowie die Sprache sind betroffen. Aus diesem Grund sind Menschen mit Demenz im Verlauf der Erkrankung mehr und mehr in ihren Aktivit\u00e4ten eingeschr\u00e4nkt und auf Hilfe angewiesen. Hier ein \u00dcberblick \u00fcber die h\u00e4ufigsten Formen der eine Demenz deren Ursachen unterschiedlich sind.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Morbus Alzheimer:<\/strong> Alzheimer ist die h\u00e4ufigste Form der Demenz; etwa 60 Prozent der Menschen mit einer Demenz sind davon betroffen. Es gehen Nervenzellen verloren, weil Eiweissbestandteile (Proteine) in ihrer H\u00fclle oder ihrem Innern fehlerhaft verarbeitet werden. Diese fehlerhaft verarbeiteten Proteine lagern sich zusammen und sch\u00e4digen die Nervenzellen, was letztendlich zu einem Verlust einer grossen Zahl von Nervenzellen und einer Schrumpfung des Hirngewebes f\u00fchrt.Alzheimer beginnt mit leichter Vergesslichkeit, Problemen bei der Wortfindung, Stimmungsschwankungen, gefolgt von St\u00f6rungen der Orientierung, des Denk- und Urteilsverm\u00f6gens, bei Sprache und Ausdruck sowie Verlust der Einsicht in eigenes und fremdes Verhalten. In der Regel tritt Alzheimer nach dem 65. Lebensjahr auf; das Risiko daran zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Nur eine seltene, genetisch bedingte Form tritt schon in j\u00fcngerem Alter auf.<\/li>\n<li><strong>Vaskul\u00e4re Demenz:<\/strong> Bei einer vaskul\u00e4ren Demenz werden Teile des Gehirns nicht ausreichend Sauerstoff und tief liegende Regionen des Gehirns werden schlechter mit Blut versorgt. Dies f\u00fchrt zum Absterben von Nervenzellen, beeintr\u00e4chtigt die Aufmerksamkeit und das Denkverm\u00f6gen sowie verlangsamt die Informationsverarbeitung. Welche Symptome auftreten, h\u00e4ngt in erster Linie davon ab, welche Bereiche des Gehirns betroffen sind. Die Betroffenen erleben l\u00e4ngere gleichf\u00f6rmige Phasen, gefolgt von sprunghaften Verschlechterungen. Die Verengung der Gef\u00e4sse ist h\u00e4ufig eine Folge von Bluthochdruck.<\/li>\n<li><strong>Frontotemporale Demenz (FTD):<\/strong> Dies ist eine seltene Form der Demenz, die oft vor dem 60. Lebensjahr beginnt. Sie ist durch Ver\u00e4nderungen der Pers\u00f6nlichkeit, des sozialen Verhaltens und des Antriebs gekennzeichnet. Betroffene k\u00f6nnen unter Enthemmung, Distanzlosigkeit und einem Nachlassen der Emotionswahrnehmung leiden. Die Erkrankung wird oft erst sp\u00e4t erkannt, da Vergesslichkeit zu Beginn nicht auftritt.<\/li>\n<\/ul>\n[\/et_pb_blurb][et_pb_image src=&#187;https:\/\/www.adullam.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Demenz-oder-Alzheimer-Teaser.png&#187; title_text=&#187;Demenz-oder-Alzheimer-Teaser&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][\/et_pb_image][et_pb_blurb title=&#187;Das ver\u00e4ndert sich durch die Krankheit &#187; use_icon=&#187;on&#187; font_icon=&#187;&#xf12a;||fa||900&#8243; image_icon_width=&#187;50px&#187; icon_alignment=&#187;left&#187; content_max_width=&#187;1100px&#187; admin_label=&#187;Das ver\u00e4ndert sich durch&#187; module_class=&#187;tippsbox&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; header_level=&#187;h2&#8243; header_font=&#187;||||||||&#187; body_font=&#187;Gupter||||||||&#187; body_font_size=&#187;24px&#187; background_color=&#187;gcid-6c3495d3-ec07-4663-b383-3af846586beb&#187; image_icon_custom_margin=&#187;|||10px|false|false&#187; custom_padding=&#187;15px|15px|15px|15px|true|true&#187; global_colors_info=&#187;{%22gcid-6c3495d3-ec07-4663-b383-3af846586beb%22:%91%22background_color%22%93}&#187;]Sexualit\u00e4t ist ein integraler Bestandteil der Pers\u00f6nlichkeit eines jeden Menschen, unabh\u00e4ngig davon, ob sie an Demenz leiden oder nicht. Sie umfasst nicht nur physische Handlungen, sondern auch Liebe, Zuneigung, Sinnlichkeit, Ber\u00fchrung und Vertrauen. Das Gehirn, unser wichtigstes Sexualorgan, steuert Gef\u00fchle und Verhalten, einschliesslich sexueller Fantasien. Wenn\u00a0das Gehirn durch Demenz beeintr\u00e4chtigt wird, k\u00f6nnen die Kontrollmechanismen f\u00fcr sexuelles Verhalten versagen.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen einer Demenzerkrankung auf die Sexualit\u00e4t variieren stark je nach Stadium und Typ der Krankheit sowie der jeweiligen Person:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ver\u00e4nderung des sexuellen Interesses:<\/strong> Das sexuelle Interesse kann sich unterschiedlich entwickeln. Es kann abflachen, gleichbleiben oder sich sogar steigern.<\/li>\n<li><strong>Einschr\u00e4nkung des Einf\u00fchlungsverm\u00f6gens:<\/strong> Mit dem Fortschreiten der Demenz, insbesondere bei frontotemporaler Demenz, kann das Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen beeintr\u00e4chtigt werden. Betroffene k\u00f6nnen r\u00fccksichtsloser gegen\u00fcber anderen werden und ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse in den Vordergrund stellen.<\/li>\n<li><strong>Verlust des Ged\u00e4chtnisses f\u00fcr soziale und moralische Verhaltensnormen:<\/strong> Im Verlauf der Demenz gehen Erinnerungen an erlerntes Verhalten verloren, was dazu f\u00fchren kann, dass unangepasstes Verhalten in der \u00d6ffentlichkeit auftritt.<\/li>\n<li><strong>Fehlendes Schamgef\u00fchl:<\/strong> Das Schamgef\u00fchl kann im Verlauf der Demenz abnehmen, was sich ebenfalls auf das Verhalten auswirkt.<\/li>\n<li><strong>Beeintr\u00e4chtigung der zeitlichen Orientierung:<\/strong> Viele Menschen mit Demenz leben vor allem in der Vergangenheit und nehmen diese als unmittelbare Realit\u00e4t wahr. Sie erleben sich oft als jung und erkennen m\u00f6glicherweise ihre Partner oder Angeh\u00f6rigen nicht mehr.<\/li>\n<li><strong>Ver\u00e4nderung der Wahrnehmung und des Denkens:<\/strong> Demenzformen beeinflussen das Denken und die Wahrnehmung. Betroffene verstehen m\u00f6glicherweise nicht mehr, warum ihnen bei der Intimpflege geholfen wird, und k\u00f6nnen sich sexuell bedroht oder stimuliert f\u00fchlen. Auch das Erfassen von Aussagen wird schwierig.<\/li>\n<li><strong>Auftreten von Halluzinationen:<\/strong> Bei einigen Demenzformen k\u00f6nnen Halluzinationen auftreten, die sich durch falsche Anschuldigungen, \u00c4ngste oder Eifersuchtsszenen \u00e4ussern k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>Enthemmung:<\/strong> Insbesondere bei Menschen mit frontotemporaler Demenz kann eine Verminderung der Selbstkontrolle zu Enthemmung f\u00fchren. Die Einsicht in und Kenntnis von sozialen Regeln (auch im sexuellen Umgang) gehen verloren.<\/li>\n<li><strong>Nebenwirkungen von Medikamenten:<\/strong> Unabh\u00e4ngig von der Demenz k\u00f6nnen Nebenwirkungen von Medikamenten das sexuelle Verhalten beeintr\u00e4chtigen, mindern oder verst\u00e4rken.<\/li>\n<\/ul>\n[\/et_pb_blurb][et_pb_text admin_label=&#187;Demenzkranke verstehen Grenzen oft nicht&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Demenzkranke verstehen Grenzen oft nicht<\/h2>\n<p>Es kommt vor, dass Menschen mit Demenz nicht verstehen, wenn ihr Gegen\u00fcber keine sexuelle Handlung m\u00f6chte. In manchen F\u00e4llen wird Sex oder eine sexuelle Handlung nachdr\u00fccklich und grenzverletzend eingefordert, sogar mit Gewalt. F\u00fcr Angeh\u00f6rige stellt dies eine \u00e4usserst schwierige Situation dar. Sie versuchen vielleicht, diese Forderungen zu ignorieren oder entschieden zur\u00fcckzuweisen. Doch dies kann den Konflikt oft versch\u00e4rfen, da eine Zur\u00fcckweisung von Menschen mit Demenz missverstanden werden kann. Sie geraten m\u00f6glicherweise in Panik und finden nur durch behutsames und verst\u00e4ndnisvolles Verhalten des Gegen\u00fcbers wieder zur\u00fcck.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#187;Unpassende Ann\u00e4herungsversuche&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Unpassende Ann\u00e4herungsversuche<\/h2>\n<p>Menschen mit Demenz k\u00f6nnen zeitlich desorientiert sein und Personen in ihrem Umfeld verwechseln. Es ist wichtig, deutlich zu kommunizieren, wenn man sich unwohl f\u00fchlt. Treten Sie einen Schritt zur\u00fcck und verlassen Sie m\u00f6glicherweise das Zimmer, kehren Sie aber sp\u00e4ter wieder zur\u00fcck. Wenn Ihr erkrankter Vater oder Ehemann mit einer anderen Heimbewohnerin Z\u00e4rtlichkeiten austauscht, bedeutet das nicht, dass er Sie nicht mehr liebt, sondern, dass er durch die krankheitsbedingte Desorientierung und Einsamkeit menschliche N\u00e4he sucht.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#187;Entbl\u00f6ssung in \u00d6ff.&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Entbl\u00f6ssung in der \u00d6ffentlichkeit<\/h2>\n<p>Verwirrte Menschen k\u00f6nnen sich auch in der \u00d6ffentlichkeit entkleiden oder fremden Personen zu nahekommen. Dies muss nicht unbedingt sexuell motiviert sein. Oftmals ziehen sie sich aus, weil sie zur Toilette m\u00fcssen oder es ihnen zu warm ist. In solchen Situationen ist es wichtig, der Person zu helfen, sich wieder anzuziehen, sie zur Toilette zu begleiten oder ihr etwas zum Halten in die Hand zu geben.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#187;Hilfe und Unterst\u00fctzung suchen&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Hilfe und Unterst\u00fctzung suchen<\/h2>\n<p>Niemand, auch kein:e Partner:in von Menschen mit Demenz, muss sexuelle \u00dcbergriffe akzeptieren oder ertragen. Angeh\u00f6rige und Betroffene sollten sich daher direkt Unterst\u00fctzung und Rat von aussen holen, sei es durch spezialisierte Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen oder die auf Demenz spezialisierte \u00c4rztin oder Arzt. Gemeinsam k\u00f6nnen L\u00f6sungsans\u00e4tze besprochen werden. Manchmal kann eine verst\u00e4rkte Animation zur Selbstbefriedigung helfen, in anderen F\u00e4llen ist der Einsatz einer Sexualbegleitung der richtige Weg. Sexuell herausforderndes Verhalten kann f\u00fcr Angeh\u00f6rige sehr belastend sein, daher sollten sie nach Entlastungsm\u00f6glichkeiten suchen, zum Beispiel durch stundenweise Tagespflege oder Kurzzeitpflege. In einigen F\u00e4llen kann auch gemeinsam mit der \u00c4rztin oder dem Arzt \u00fcber eine medikament\u00f6se Behandlung nachgedacht werden. Der Einsatz von Medikamenten sollte jedoch sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden, da starke Nebenwirkungen auftreten k\u00f6nnen.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#187;https:\/\/www.adullam.ch\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Sexualitaet-und-Demenz2_129948752_S-1.jpg&#187; title_text=&#187;Mid-section of senior couple holding hands&#187; force_fullwidth=&#187;on&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][\/et_pb_image][et_pb_text admin_label=&#187;Angeh\u00f6rige &#038; Pflegekr\u00e4fte&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Was Angeh\u00f6rige und Betreuende tun k\u00f6nnen<\/h2>\n<p>Kein Mensch mit Demenz ist wie der andere, daher gibt es keine universellen L\u00f6sungen im Umgang mit ihnen. Es ist jedoch entscheidend, Erfahrungen zwischen Angeh\u00f6rigen und Fachleuten auszutauschen. Grunds\u00e4tzlich sollten Sie keine Vorw\u00fcrfe machen, sondern klar und ruhig reagieren, da das Verhalten meist demenzbedingt ist. Versuchen Sie, die jeweilige Situation zu verstehen und zu erkennen, was den Betroffenen antreibt. Stellen Sie sich Fragen wie: F\u00fchlt sich die Person einsam oder unbeachtet? Zeigt sie einen Wunsch nach N\u00e4he oder Ber\u00fchrung? K\u00f6nnten bestimmte Umst\u00e4nde das Verhalten ausgel\u00f6st haben? Beeinflussen Medikamente das Verhalten? Es ist auch wichtig, Gespr\u00e4che mit dem erkrankten Menschen zu f\u00fchren, ohne Warum-Fragen zu stellen, sondern solche, die leicht mit Ja oder Nein zu beantworten sind.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#187;Strategien&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Diese Strategien werden empfohlen<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alzheimer-schweiz.ch\/de\/startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alzheimer Schweiz<\/a> empfiehlt zwei Strategien: Erkennen Sie die Gr\u00fcnde f\u00fcr das unangemessene Verhalten und vermeiden Sie solche Ausl\u00f6ser. Bieten Sie eine neue Aktivit\u00e4t an, um eine kurze Ablenkung zu schaffen, wie gemeinsames Spielen oder das Anbieten von etwas zu Trinken. Da Menschen mit Demenz Schwierigkeiten haben, zwei Dinge gleichzeitig zu tun, kann das unerw\u00fcnschte Verhalten durch eine andere T\u00e4tigkeit abgel\u00f6st werden.<\/p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#187;3_5,2_5&#8243; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][et_pb_column type=&#187;3_5&#8243; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][et_pb_text admin_label=&#187;Ausblick&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2>Ein ermutigender Ausblick<\/h2>\n<p>Es mag herausfordernd erscheinen, sich mit den sexuellen Bed\u00fcrfnissen von Menschen mit Demenz auseinanderzusetzen, aber es ist von entscheidender Bedeutung, dies zu tun. Durch eine sensibilisierte und einf\u00fchlsame Herangehensweise k\u00f6nnen wir nicht nur das Wohlbefinden der Betroffenen verbessern, sondern auch ihre Lebensqualit\u00e4t erheblich steigern.<\/p>\n<p>Indem wir uns ihrer Bed\u00fcrfnisse bewusstwerden und Wege finden, ihnen gerecht zu werden, k\u00f6nnen wir dazu beitragen, dass sie sich gesehen, geh\u00f6rt und respektiert f\u00fchlen. Es geht darum, ihre W\u00fcrde und Autonomie zu wahren, auch in Bezug auf ihre Sexualit\u00e4t.<br \/>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#187;2_5&#8243; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][et_pb_blurb title=&#187;Auch interessant&#187; use_icon=&#187;on&#187; font_icon=&#187;&#xf0c1;||fa||900&#8243; image_icon_width=&#187;50px&#187; icon_alignment=&#187;left&#187; content_max_width=&#187;1100px&#187; admin_label=&#187;Auch interessant&#187; module_class=&#187;linksbox&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; header_level=&#187;h2&#8243; header_font=&#187;||||||||&#187; body_font=&#187;Gupter||||||||&#187; body_font_size=&#187;24px&#187; background_color=&#187;gcid-6c3495d3-ec07-4663-b383-3af846586beb&#187; custom_padding=&#187;15px|15px|15px|15px|true|true&#187; hover_enabled=&#187;0&#8243; global_colors_info=&#187;{%22gcid-6c3495d3-ec07-4663-b383-3af846586beb%22:%91%22background_color%22%93}&#187; sticky_enabled=&#187;0&#8243;]\n<p><a href=\"https:\/\/www.adullam.ch\/magazin\/sexualitaet-im-pflegeheim\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sexualit\u00e4t im Pflegeheim<\/a><\/p>\n<p>In unserer Themenreihe <strong>\u201e<\/strong><strong>Sexualit\u00e4t im Alter\u201c<\/strong><strong>\u00a0<\/strong>beleuchten wir das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Alle Artikel zum Special finden sie hier:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.adullam.ch\/magazin\/sexualitaet-im-alter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alle Artikel zur Themenreihe<\/a><\/p>\n[\/et_pb_blurb][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][et_pb_column type=&#187;4_4&#8243; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;][et_pb_text admin_label=&#187;Ausblick&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; text_orientation_tablet=&#187;left&#187; text_orientation_phone=&#187;left&#187; text_orientation_last_edited=&#187;on|desktop&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]Dar\u00fcber hinaus kann die Auseinandersetzung mit den sexuellen Bed\u00fcrfnissen von Menschen mit Demenz dazu beitragen, Tabus und Vorurteile in der Gesellschaft abzubauen. Es er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, \u00fcber dieses wichtige Thema offen zu sprechen und die Aufmerksamkeit auf die Bed\u00fcrfnisse und Rechte von ihnen zu lenken. Indem wir uns als Gesellschaft dieser Thematik stellen und angemessene Unterst\u00fctzung bieten, tragen wir dazu bei, eine Kultur der Akzeptanz, Empathie und Inklusion zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Letztendlich k\u00f6nnen wir durch die Auseinandersetzung mit den sexuellen Bed\u00fcrfnissen von Menschen mit Demenz dazu beitragen, eine Welt zu schaffen, in der jeder Mensch \u2013 unabh\u00e4ngig von seinem Gesundheitszustand \u2013 das Recht hat, seine Sexualit\u00e4t in einem sicheren und respektvollen Umfeld auszuleben. Es ist eine Gelegenheit, Mitgef\u00fchl und Menschlichkeit zu zeigen und die Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr alle Beteiligten zu verbessern.<br \/>\n[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#187;SR&#187; module_class=&#187;lauftext&#187; _builder_version=&#187;4.21.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; text_orientation=&#187;justified&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187;]\n<h2><a href=\"https:\/\/www.adullam.ch\/magazin\/redaktion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(SR)<\/a><\/h2>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sexualit\u00e4t und Demenz: Ein sensibles Thema, das viele Fragen aufwirft. In diesem Artikel tauchen wir ein in die verschiedenen Facetten von Sexualit\u00e4t und Demenz und beleuchten, wie wichtig es ist, dieses oft vernachl\u00e4ssigte Thema sensibel, respektvoll und mit einem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die individuellen Bed\u00fcrfnisse zu behandeln.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4874,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-4922","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sexualitaet-im-alter"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Sexualit\u00e4t und Demenz | silberFuchs<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Sexualit\u00e4t und Demenz: Ein sensibles Thema, das viele Fragen aufwirft. 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