Eine unerwartete Gürtelrose kann sich wie ein ungebetener Gast in unser Leben schleichen und Schmerzen sowie Unannehmlichkeiten mit sich bringen. In diesem Artikel befassen wir uns genauer mit dem Gürtelrose-Risiko bei älteren Menschen, beleuchten die Ursachen und Symptome und zeigen Möglichkeiten auf, wie man sich vor dieser Erkrankung schützen kann.
Gürtelrose entsteht durch das Varicella-Zoster-Virus, das nach einer Windpockeninfektion im Körper verbleibt und später als Gürtelrose reaktiviert werden kann. Im Alter nimmt die Immunität gegen das Virus ab, was das Risiko einer Reaktivierung erhöht.
Die Gürtelrose äussert sich oft in Form eines schmerzhaften, juckenden Hautausschlags, der sich entlang eines Haut-Nervs. Begleitende Symptome können Fieber, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein sein. Besonders unangenehm sind Komplikationen wie postherpetische Nervenschmerzen, wobei die Schmerzen nach dem Ausschlag monate- oder jahrelang andauern können.
Im Rennen gegen die Zeit: Schnell handeln ist angesagt! Innerhalb von zwei bis drei Tagen nach dem ersten Anzeichen sollten die Virostatika begonnen werden. Diese Medikamente beschleunigen das Verschwinden der Bläschen und verringern das Risiko einer postherpetischen Nervenschmerzen.
Mit Bedacht handeln: Eine Prise Vorsicht hilft, während der Gürtelrosen-Episode auf der sicheren Seite zu bleiben. Ruhig bleiben und schonen – Sport ist vorübergehend gestrichen. Die betroffenen Stellen sollten bedeckt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Nach Kontakt mit den Hautveränderungen gründlich Hände waschen, um eine Übertragung zu verhindern. Bis zur Genesung gilt: Kontakt mit Schwangeren und Immungeschwächten meiden.
Schutz vor der Gürtelrose
Wer sagt, dass man sich seinem Schicksal fügen muss? Die Impfung gegen Gürtelrose macht’s vor! Die meisten tragen das Varicella-Zoster-Virus von Kindesbeinen an in sich.
Durch eine Windpocken-Impfung reduziert sich das Gürtelroserisiko erheblich – und bei geimpften Personen verläuft die Erkrankung oft milder.

Durch eine Windpocken-Impfung reduziert sich das Gürtelroserisiko erheblich.
Für die 50+ Generation gibt’s gute Neuigkeiten: Zwei Impfstoffe gegen Gürtelrose warten auf Sie! Einer wird einmalig unter die Haut gespritzt, der andere als Muskelinjektion im Abstand von zwei bis sechs Monaten. Und das Beste: Letzterer ist auch für diejenigen mit geschwächtem Immunsystem geeignet. Die Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO) raten zur Impfung mit dem Totimpfstoff ab 60 Jahren. Wer ein erhöhtes Risiko hat, sollte bereits ab 50 Jahren die schützende Spritze erhalten.
Gürtelrose ist im Alter keine Seltenheit und kann schwerwiegende Auswirkungen haben. Ein bewusstes Verständnis der Ursachen, Symptome und Schutzmöglichkeiten ist entscheidend, um diese schmerzhafte Erkrankung zu vermeiden oder frühzeitig zu behandeln. Indem wir uns auf Prävention und Aufklärung konzentrieren, können wir das Gürtelrose-Risiko bei älteren Menschen minimieren und ihnen eine bessere Lebensqualität ermöglichen.

Nach der Impfung bekomme ich meine Gürtelrose nun alle 3 Wochen.Niemals würde ich diese Impfung empfehlen.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Wir empfehlen Ihnen dringend, Ihre Beschwerden mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin zu besprechen. Wiederkehrende Symptome in diesem Rhythmus sollten medizinisch abgeklärt werden, um die genaue Ursache zu bestimmen.
Zur Gürtelrose-Impfung ist wichtig zu wissen: Die Impfung wird von medizinischen Fachgesellschaften und dem Bundesamt für Gesundheit ausdrücklich empfohlen, insbesondere für Personen ab 65 Jahren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Studien zeigen, dass die Impfung das Risiko für Gürtelrose und die damit verbundenen, oft sehr schmerzhaften, langanhaltenden Nervenschmerzen, deutlich reduziert.
Individuelle Reaktionen auf Impfungen können vorkommen. Eine ärztliche Einschätzung Ihrer persönlichen Situation ist daher wichtig, um die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.